Ford Focus 2.0 TDCI Titanium

27. Juni 2008 Keine Kommentare

Seit Februar gibt es bei Ford den neuen Focus. Neu? Wer sich nicht so gut in der Kölner Modellpalette auskennt, wird den Wechsel kaum wahrgenommen haben, denn auch der aktuelle Focus ist und bleibt ein Focus. Und das ist auch gut so. Dennoch ist das Fahrzeug zu Jahresbeginn massiv überarbeitet worden. Das fällt besonders im Innenraum wohltuend auf. Aber auch von außen heben sich alte und neue Ausgabe an einigen Stellen signifikant voneinander ab. Dabei tritt der Focus nicht nur optisch dynamisch auf, wie wir im 2.0 TDCI Titanium mit 100 kW / 136 PS erfahren konnten.

Sportlich war der Focus schon immer gestylt. Mit dem Facelift hat er in diesem Punkt noch weiter zugelegt, das konsequent dem scharf gezeichneten Kinetic-Design der Kölner folgt. Am einfachsten ist die neue Version an dem deutlich größeren Kühlergrill zu erkennen, der sich nun unterhalb der Stoßstange in Form eines Haifischmauls präsentiert. Seitliche Sicken und die akzentuierter geformte Motorhaube verleihen dem Ford eine sehr selbstbewusste Form. Hinten schmücken den Focus außerdem eine neue, etwas größere und ein Stück weiter nach hinten gezogene Heckscheibe sowie geänderte Rückleuchten. Vom Mondeo wurden unter anderem das Notbremslicht und der Easy-Fuel-Tankstutzen, der eine Fehlbetankung ausschließt, übernommen.
Auch im Innenraum orientiert sich der Focus nun an Mondeo und S-Max. Neu gestaltete Instrumente, die Softtouch-Oberfläche des Armaturenbretts und der oberen Hälfte der Türverkleidungen sowie nett gesetzte Chromakzente machen den Focus mehr als behaglich. Fondpassagiere müssen wegen des abfallenden Dachs kleine Abstriche bei der Kopffreiheit hinnehmen, in der Regel reicht der Platz aber. Ungewohnt, aber praktisch sind die an den Sitzseiten angebrachten Ablagefächer für die Mitfahrer hinten. Die Topausstattung Titanium bietet zusätzlich Annehmlichkeiten wie Lendenwirbelstütze für den Fahrersitz, eine ausziehbare Armlehne in der Mittelkonsole und Sportsitze vorn sowie Dreispeichen-Lederlenkrad.
Die coupéartige Dachlinie des Kompakten aus Köln passt hervorragend zu dem munteren 2-Liter-Dieselmotor mit 100 kW / 136 PS: Der Focus tritt nicht nur äußerlich dynamisch auf, er fährt sich auch so. Das Fahrwerk gehört ganz klar zu den besten, die die Kompaktklasse derzeit zu bieten hat. Der Focus liegt satt auf der Straße und zeigt in flotten Kurven beruhigende Spurstabilität. Auch bei Höchstgeschwindigkeit um die 200 km/h lässt sich der Focus nicht von Bodenwellen, Querfugen oder wechselnden Fahrbahnbelägen aus der Ruhe bringen.
Komfort und Geräuschdämmung wurden im Rahmen der Modellpflege nochmals verbessert. So sind das lauteste bei höherem Tempo die Windgeräusche an der A-Säule. Die kurzen Schaltwege des 6-Gang-Getriebes mit präziser Führung und die direkt sowie zielgenau ansprechende Lenkung lassen ab 1800 Umdrehungen in der Minute jede Menge Fahrfreude im Ford aufkommen. Die von uns im Durchschnitt verbrauchten 8,2 Liter gehen auf das Konto sportlich orientierter Fahrweise und schneller Autobahnetappen. Ford gibt mehr als 2,5 Liter weniger an.
Erfreulicherweise geht das schnittige Design nicht zu Lasten der Zweckmäßigkeit. Mit 396 Litern Gepäckraum bietet der Focus mehr als in dieser Klasse üblich. Die Zuladungskapazität von 634 Kilogramm sind ebenso ein Wort wie die 1500 Kilogramm Anhängelast. Gut gemacht, Ford.

Daten: Ford Focus 2.0 TDCI Titanium
Länge x Breite x Höhe: 4,34 m x 1,84 m x 1,50 m
Leergewicht, Zuladung: 1391 kg, 634 kg
Motor: Vierzylinder-Turbodiesel, 1997 ccm Hubraum
Max. Leistung: 100 kW / 136 PS bei 4000 U/min
Max. Drehmoment: 320 Nm zwischen 2000 U/min
Verbrauch (NEFZ im Mittel): 5,5 Liter
CO2-Emission: 144 g/km
Beschleunigung von 0 auf 100 km/h: 9,3 s
Höchstgeschwindigkeit: 203 km/h
Kofferraum: 396 – bis 1258 l
Anhängelast: 1500 kg
Basispreis: 23 500 Euro (5-Türer)

Focus in Ford Focus 2.0 TDCI Titanium

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Schlechte Zeiten für MPU-Flüchtlinge

26. Juni 2008 Keine Kommentare

Mit seiner Entscheidung vom 26. Juni 2008 hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) nach Ansicht des ADAC eine wichtige Klarstellung zur Anerkennungspflicht ausländischer Führerscheine getroffen. Demnach muss Deutschland grundsätzlich Führerscheine anderer EU-Staaten auch dann anerkennen, wenn diese nach einem Entzug der deutschen Fahrerlaubnis ausgestellt wurden. Die deutschen Behörden können einem ausländischen Führerschein allerdings die Anerkennung verweigern, wenn er während der Sperrfrist in Deutschland erworben wurde.

Darüber hinaus kann die Fahrberechtigung aufgrund des ausländischen Führerscheins aberkannt werden, wenn der Führerschein nach Ablauf der Sperrfrist erteilt wurde und sich aus Informationen des Ausstellerstaates ergibt, dass der Führerscheininhaber seinen Lebensmittelpunkt tatsächlich nicht dort hatte; ein Scheinwohnsitz genügt somit nicht. Deutsche Fahrerlaubnisbehörden sind hier auf Hinweise von Behörden aus anderen EU-Ländern angewiesen. Der ADAC fordert daher eine intensivere Zusammenarbeit gerade mit den polnischen und tschechischen Behörden.

In früheren Urteilen hatte der EuGH ausgeführt, dass grundsätzlich alle Führerscheine der EU in anderen Mitgliedsstaaten anerkannt werden müssen. Die Prüfung ob der Betroffene wirklich seinen Wohnsitz und Lebensmittelpunkt im Ausstellerstaat hatte und ob er zum Fahren von Kraftfahrzeugen geeignet ist, war danach alleinige Aufgabe des Ausstellerstaates. Auf diese Rechtsprechung stützten sich viele, denen in Deutschland die Fahrerlaubnis entzogen wurde und die einer medizinisch-psychologische Untersuchung entgehen wollten. Beim Kraftfahrtbundesamt sind rund 10 000 solcher Fälle bekannt; die tatsächliche Zahl dürfte deutlich höher liegen.

Erst mit der Umsetzung der dritten Führerscheinrichtlinie wird der Führerscheintourismus endgültig der Vergangenheit angehören. Ein EU-Mitglieds-staat darf dann keine Fahrerlaubnis mehr ausstellen, wenn die Fahrerlaubnis eines anderen Mitgliedsstaates entzogen wurde. Sollte dennoch ein neuer Führerschein im Ausland ausgestellt werden, muss dieser nicht anerkannt werden. Hier fordert der ADAC die schnellstmögliche Umsetzung dieser Richtlinie in nationales Recht:  Nur so können der Führerscheintourismus wirksam beendet und damit nicht kalkulierbare Gefahren für die Verkehrssicherheit durch ungeeignete Fahrer abgewendet werden.

MZ droht das Aus

25. Juni 2008 Keine Kommentare

MZ droht zum Jahresende das Aus. Der 1996 beim sächsischen Motorradhersteller eingestiegene malayische Mischkonzern Hong Leong will sich von der verlustreichen Firma trennen. Im vergangenen Jahr hatte MZ bereits die Abteilung Motorenentwicklung geschlossen und beschäftigt derzeit nur noch rund 40 Mitarbeiter in Zschopau. Nach Angaben von André Hunger, zuständig für die Pressearbeit beim einstigen volkseigenen Betrieb, gebe es aber eine Reihe von interessierten Investoren.

Die Ankündigung, das Unternehmen zu schließen, fällt zeitlich mit dem Ende der Garantie für den Weiterbetrieb zusammen, die Hong Leong im Gegenzug für öffentliche Fördermittel gegeben hatte.
MZ ist nach dem Zweiten Weltkrieg aus den ehemaligen DKW-Werken hervorgegangen. Mit dem Wegfall der Ostmärkte nach der Wiedervereinigung war das Unternehmen immer wieder in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten.

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Der AutoFuxX geht in die dritte Runde

17. Juni 2008 Keine Kommentare

Der AutoFuxX 2008 startet am Dienstag, den 17. Juni 2008. An dem Tag treten die ersten 50 Autofahrer im ADAC-Fahrsicherheitszentrum Lüneburg gegeneinander an, um sich für das Finale zu qualifizieren.

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Reifencheck vor Urlaubsfahrt

12. Juni 2008 Keine Kommentare

Der Automobilclub von Deutschland, AvD, empfiehlt, vor der Fahrt in den Urlaub nochmals die Reifen des Fahrzeugs genau zu kontrollieren. Neben Profiltiefe und Zustand des Mantels sollte vor allem auch der Luftdruck den empfohlenen Werten des Herstellers entsprechen. Die Daten findet der Fahrzeugbesitzer entweder in der Betriebserklärung oder auf der Innenseite des Tankdeckels.

Obwohl rund 95 Prozent aller Autofahrer vorgeben, um die Gefahr geringer Profiltiefe beim Autoreifen Bescheid zu wissen, belegt die Realität der Unfallstatistik, dass ein kritisches Bewusstsein für das lebenswichtige Fußwerk aus Gummi und Luft trotz aller Aufklärungsarbeit noch immer nicht vorhanden ist. Zu diesem Ergebnis kommt auch der AvD nach Auswertung seiner Pannenstatistik 2007. Hinter den Elektronikproblemen folgen Reifenschäden als die zweithäufigste Ursache für den Ruf nach den Verkehrshilfsdienstfahrern.

Nach einer Untersuchung des Wirtschaftsverbandes der deutschen Kautschuk-Industrie (WdK) besaßen 40 Prozent aller ausgetauschten Reifen ein geringeres Profil, als gesetzlich vorgeschrieben. Eine stichpunktartige Untersuchung des AvD an ausgewählten Tank- und Raststätten belegt eindeutig: "Nockenwelle und negativer Sturz interessiert die meisten Autofahrer mehr, als der Reifen", bilanziert Alfred Fuhr vom AvD Institut für Verkehrssoziologie.

Der AvD empfiehlt sicherheitsbewussten Autofahrern vor der Fahrt in den Urlaub regelmäßig den Profiltiefen-Check durchzuführen. Beim Tanken oder bei der Wagenwäsche sollten die Vorderräder umfänglich in einer Richtung eingeschlagen werden. Durch Sichtkontrolle kann jetzt das Abriebsbild der Reifen kontrolliert werden. Bei gleichmäßigem Abrieb über die gesamte Lauffläche wird eine Profilrille für den Schnellcheck ausgewählt.
Bei ungleichmäßigem oder einseitigem Abrieb sollte die Profilrille mit der geringsten Profiltiefe genommen werden. Anschließend wird eine 1-Euro-Münze auf den Profilgrund der ausgewählten Profilrille aufgesetzt. Ist der goldene Rand der 1-Euro-Münze gleich hoch wie die umgebenden Profilblöcke, verfügen die Reifen noch über ein gerade noch zulässiges Restprofil. Mit diesem Testprofil werden auch die Querprofilrillen sowie die Hinterräder überprüft.

Sicherheitsrelevant ist ebenso der richtige Luftdruck im Pneu. Stichproben des AvD auf Frankfurter Parkplätzen offenbaren, dass weniger als 50 Prozent der Fahrzeuge mit einem zu geringen Luftdruck gefahren wird. Teilweise fehlten bis zu einem Bar an der Empfehlung des Herstellers. Der AvD weist darauf hin, dass an nahezu jeder Tankstelle die notwendige Pumpe mit dem geeigneten Aufsatz zu erhalten ist.