Das zentrale Thema des dreitägigen ADAC-Kongresses zum Verkehrsrecht, der heute (Sonnabend, 11. Oktober 2008) in München endet, war die Harmonisierung des europäischen Verkehrsrechts. Dabei stellten Experten wie Professor Dr. Michael Brenner aus Jena die Gesetzgebungskompetenz der EU für das Verkehrsrecht infrage. Die geplante grenzüberschreitende Vollstreckung von Geldbußen beinhalte die Gefahr der Einführung der sogenannten Halterhaftung in Deutschland durch die Hintertür.
Mehrere hundert ADAC-Vertragsanwälte sowie zahlreiche Rechtsexperten aus dem In- und Ausland trafen sich dieses Mal in München. Ziel dieser alle zwei Jahre in einer anderen deutschen Stadt tagenden Veranstaltung ist neben der Diskussion wichtiger rechtspolitischer Fragen der Erfahrungsaustausch rund um die neuesten Entwicklungen im nationalen und europäischen Verkehrsrecht.
Mit deutlicher Überladung wurde Donnerstagvormittag ein 49-jähriger Lastwagenfahrer aus Rheinland-Pfalz auf der Autobahn A 9 bei Ingolstadt aus dem Verkehr gezogen.
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Bislang unbekannte Täter verschafften sich am Wochenende Zutritt zum Gelände eines Autohändlers an der Uellendahler Str. in Wuppertal und entwendeten dort von einem neuen BMW die Alufelgen samt Reifen. Das Fahrzeug ließen sich aufgebockt auf Ziegelsteinen zurück. Sachschaden: ca. 2.500,- Euro.
Tanken gehört grundsätzlich zum unversicherten persönlichen Lebensbereich. Das hat das Landessozialgericht Hessen entschieden (Az. L 3 U 195/07). Wer mit genügend Sprit im Tank seines Autos auf dem Weg zur Arbeit erst noch einen Umweg zu einer Tankstelle nimmt, kann im Unglücksfall auf der Fahrt dorthin nicht mehr mit den Leistungen der gesetzliche Unfallversicherung rechnen.
Der Versicherungsschutz bleibe nach der Entscheidung der Richter nur dann bestehen, wenn der Tank sich während der Fahrt als plötzlich fast leer erweist und das Ankommen am Arbeitsort ohne ein Nachtanken nicht mehr möglich wäre.
Im vorliegenden Fall fuhr eine Frau aus dem Landkreis Limburg-Weilburg statt zur Arbeit zunächst in Gegenrichtung bis zum Nachbarort, um an der dort zur frühen Morgenstunde bereits geöffneten Tankstelle zu tanken. Dabei verunglückte die 26-Jährige. Weil sich das Unglück nicht auf dem direkten Weg zur Arbeit ereignete, lehnte die Berufsgenossenschaft die Anerkennung als Arbeitsunfall ab.
Versicherte sind zwar nicht ausschließlich auf dem kürzesten Weg von und zur Arbeitsstätte geschützt, erklärt die Anwaltshotline. Doch längere Wege kämen nur in Betracht, wenn es dafür objektiv nachvollziehbare betriebsbezogene Gründe gibt. Da die Reserve-Warnlampe am Unglücksmorgen noch nicht leuchtete, hätte die Produktionshelferin aber ihren nur 18 km entfernten Arbeitsplatz noch problemlos ohne nachzutanken erreichen können. Insofern konnten die Richter auch keinen akzeptablen beruflichen Grund für den erheblichen Umweg der verunglückten Frau erkennen.
Wegen der hohen Spritpreise ist das billigere Autogas zu einer verlockenden Alternative für Autofahrer geworden. Wer sein Fahrzeug umrüsten möchte, sollte laut ADAC aber die Umbaukosten berücksichtigen. Denn bis sich der Umstieg auszahlt, kann es dauern. So hat ein ADAC-Kostencheck von 50 gängigen Fahrzeugmodellen ergeben, dass ein Autofahrer im Durchschnitt rund 51 000 Kilometer zurücklegen muss, bis er die 2 000 bis 3 000 Euro teure Autogas-Nachrüstung seines Benziners wieder eingefahren hat. Bei einem Kostencheck vor drei Jahren, als Benzin noch preiswerter war, waren es noch 60 000 Kilometer.
Am schnellsten rechnet sich die Autogas-Umrüstung bei Modellen mit hohem Spritverbrauch. Bereits nach 36 000 Kilometern beginnt beim Ford Galaxy 2.3 16V die Gewinnzone. Mit 37 000 Kilometern folgen der Audi A8 4.2 und der Chrysler Voyager 2.4. Beim BMW 740i und VW Sharan 1.8 5V Turbo lohnt sich der Umbau nach 39 000 Kilometern. Schlusslichter im Rentabilitätsranking der vom ADAC ausgewählten Modelle sind der smart fortwo coupé mit 75 000 Kilometern und der Fiat Punto 1.2 8V mit 65 000 Kilometern. Als Preis für den Liter Autogas wurden 73 Cent zu Grunde gelegt. Umgerechnet auf Benzin entspricht dies einem Preis von circa 94 Cent pro Liter.
Die Rentabilität verschlechtert sich grundsätzlich, wenn die Autos mangels Tankstellen zwischendurch mit Benzin gefahren werden. Im Gegensatz zu Italien oder den Niederlanden weist das Tankstellennetz in Deutschland trotz rund 4 000 Zapfstellen noch Lücken auf. In manchen Regionen gibt es entweder keine, nur vereinzelt Autogas-Tankstellen oder die Stationen liegen abseits der Haupt-Verkehrswege. Teilweise sind auch die Öffnungszeiten eingeschränkt. Dies sollten Autofahrer bei Ihrer Entscheidung für die Umrüstung berücksichtigen, rät der ADAC.
Bevor eine Werkstatt mit der Umrüstung beauftragt wird, sollten sich Autofahrer nach Empfehlung des Automobilclubs eine schriftliche Unbedenklichkeitserklärung vom Umrüster einholen. Hintergrund: Einige Hersteller, wie zum Beispiel Ford und Mercedes, lehnen die Autogasumrüstung wegen möglicher Probleme an den Motorventilen generell ab.