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Reserverad regelmäßig überprüfen

Reifen werden im automobilen Alltag wenig beachtet. Anders ist es nicht zu erklären, dass 38 Prozent aller Fahrzeuge in der Europäischen Union mit zu niedrigem Reifendruck fahren, wie eine Untersuchung ergab.

Jeder achte Verkehrsteilnehmer ist danach sogar mit Reifen unterwegs, die aufgrund von zu geringem Luftdruck ein hohes Risiko der Beschädigung und damit auch der Sicherheit darstellen. Schlimm genug, aber noch schlimmer wird es beim Thema Reservereifen. Vergessen in den Tiefen des Kofferraums fristet er meist ein klägliches Dasein. Doch spätestens zur Ferienfahrt sollte der Reservepneu kontrolliert werden, mahnen Fachleute des Zentralverbandes deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) in Bonn.

Der Luftdruck des Reservereifens sollte bei jeder Kontrolle der Reifen mitgeprüft werden – mindestens alle vier Wochen. Bei Urlaubszuladung wird der Luftdruck laut Betriebsanleitung um 0,2 bis 0,4 Bar erhöht, da die Reifen bei voller Beladung auf schnellen Autobahnetappen am stärksten beansprucht werden. Der erhöhte Druck spart zudem Sprit. Alle Räder, inklusive Reserverad, sollten zudem ausreichend Profil aufweisen. Ob die nötige Profiltiefe von drei Millimeter noch vorhanden ist, lässt sich mit einem einfachen Trick überprüfen: Steckt man eine Euromünze in das Profil und der goldenen Rand ist sichtbar, ist ein neuer Satz Reifen fällig.

Nicht benutzte Reifen altern schneller; sie neigen eher zu Rissen und Druckverlust. Denn in ruhendem Zustand können die Alterungsschutzmittel im Reifeninneren ihre Wirkung kaum entfalten. Das hat zur Folge, dass die Gummimischung einen Teil ihrer Fähigkeit verliert und die Reifen, besonders auf nasser Fahrbahn, deutlich schlechtere Fahreigenschaften aufweisen. Selbst wenn er noch tadellos aussieht und hohes Restprofil hat, gilt deshalb für den Reservereifen: Ist er über sechs Jahre alt, sollte er vom Reifenhändler untersucht werden.

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